Sektorkopplung meets Digitalisierung

Einleitung zum Thema des Seminars...

2015 basierte fast 80% des Primärenergieverbrauchs in Deutschland auf fossilen Energieträgern, deren Verbrennung in hohem Maße CO2 freisetzt und wesentlich zur globalen Erwärmung beiträgt. Das Pariser Klimaschutzabkommen sieht eine Begrenzung des globalen Temperaturanstiegs auf möglichst 1,5 °C und infolge dessen eine dramatische Reduktion fossiler CO2-Emmisionen vor. Beim erforderlichen Aufbau eines Energiesystems mit 100% erneuerbarer Energie und den sich aus der Volatilität von Sonne und Wind ergebenden Herausforderungen verspricht die Kopplung der Sektoren Elektrizität, Wärmeversorgung und Verkehr in einer „All Electric Society“ günstige Synergieeffekte.

Immer mehr Haushalte entwickeln sich zu Prosumern mit eigener Stromerzeugung und -speicherung. Zur Eigenverbrauchsoptimierung muss durch Identifizierung der Flexibilität von Verbrauchern und sinnvolle Nutzung elektrischer und thermischer Speicher schon lokal ein möglichst guter Ausgleich von Erzeugung und Verbrauch erzielt werden. Auch auf dieser Ebene bietet Sektorkopplung günstige Synergieeffekte, denn Wärmeversorgung und Elektromobilität machen im Privathaushalt einen signifikanten Anteil am Gesamtenergieverbrauch aus. Nach lokaler Optimierung verbliebene Flexibilität kann für den regionalen und überregionalen Ausgleich bereitgestellt werden. Zeit- und lastvariable Tarife können berücksichtigt, Einspeisebegrenzungen erfüllt oder Netzanschlussüberlastungen vermieden werden. Alles muss ohne Komfortverlust für den Nutzer vollautomatisch erfolgen und ökonomisch sinnvoll sein. Diese Aufgaben sind nur mit Hilfe der Digitalisierung zu bewältigen.

Im Seminar erfahren Sie...

...wie sich die aktuelle Situation in Sachen Sektorkopplung und Digitalisierung darstellt und welche Chancen sich für ein Stadtwerk aus der Kombination dieser beiden wichtigen Trends als Unterstützung für Teile des bestehenden Geschäfts oder auch als Enabler für neue Produkte, Services und Kundeninteraktion ergeben. Sie lernen ein Plattformgeschäftsmodell kennen, in das Sie Ihre vorhandenen Produkte und Fähigkeiten einbringen können und diese Schritt für Schritt und an den Bedürfnissen Ihrer Kunden orientiert um weitere Leistungsbausteine ergänzen und zu einem kompletten Energiedienstleitungsportfolio ausbauen können.

Die nächsten Seminartermine

05.11.2019, Leipzig
690,00 € zzgl. USt.
Termin:
  • 05.11.2019
Veranstaltungsort:
    Ansprechpartner/in:
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    Agenda

    Aktuelle Situation aus Markt- und Kundensicht

    •     Trends in der Energiewirtschaft mit Sektorkopplung und Digitalisierung als zentrale Themen
    •     Welche Herausforderungen ergeben sich daraus für Stadtwerke?
    •     Chancen und Risiken durch regulatorische Entwicklungen

    Sektorkopplung

    •     Was ist Sektorkopplung und wie entwickelt sich diese?
    •     Was bedeutet Sektorkopplung für Stadtwerke?

    Digitalisierung

    •     Was bedeutet Digitalisierung für Stadtwerke und welche Mehrwerte können sie daraus ziehen?
    •     Wie läuft bei Stadtwerken heute die Kundeninteraktion und welche Gefahren birgt das? Wozu kann man dabei Digitalisierung nutzen?

    Sektorkopplung meets Digitalisierung

    •     Wie können die beiden Dinge für Stadtwerke zusammenspielen?
    •     Was wollen eigentlich die Kunden?
    •     Gibt es nur ein entsprechendes Geschäftsmodell oder verschiedene Optionen bzw. Ausprägungen?
    •     These: Stadtwerke brauchen ein Plattform-Modell, da sie nicht alles selbst können bzw. da es nicht wirtschaftlich sinnvoll ist, alles selbst zu machen
    •     Was bringen Stadtwerke dazu bereits mit (z.B. Kundenzugang, Regionalität, Vertrauen…)?
    •     Warum dient das der Kundenbindung und Neukundengewinnung?
    •     „Wie können Stadtwerke ein Plattform-Geschäftsmodell umsetzen?“
    •     Beispiele für vergleichbare Angebote von Stadtwerken/ Energieversorgern im Markt

    Dozenten