KWKG 2017: Wirtschaftlicher Betrieb von KWK-Anlagen unter dem neuen Fördersystem

Einführung

Mit dem KWKG 2017 hat der Gesetzgeber einen Systemwechsel für die Förderung von KWK-Anlagen in Deutschland vollzogen. Vergleichbar dem EEG 2017 wird die Förderung von Anlagen mit einer installierten Leistung zwischen 1 MW und 50 MW nunmehr unter Anwendung eines Gebotsverfahrens ausgeschrieben. Für Anlagen bis 1 MW bleibt es bei den fixen Vergütungssätzen aus dem KWKG 2016. Mit dem neuen KWKG hat der Gesetzgeber die Förderung von KWK-Anlagen zukunftssicher gestaltet und eine langfristige Basis für dezentrale Versorgungskonzepte geschaffen.

Das KWKG 2017 behält die Grundstruktur und die Förderschwerpunkte des im vergangenen Jahr novellierten KWKG 2016 in weiten Teilen bei. Allerdings wurde nicht nur der Fördermechanismus, sondern auch die Begrenzung der KWKG-Umlage an das EEG 2017 angeglichen. Der Gesetzgeber kommt damit den Vorgaben der EU-Kommission zur Einhaltung des europäischen Beihilfenrechts nach. Vor diesem Hintergrund befasst sich das Seminar intensiv mit den Neuregelungen des KWKG 2017 und zeigt auf, wie sich diese auf die Wirtschaftlichkeit unterschiedlicher KWK-Konzepte auswirken.

Im Rahmen des Seminars erfahren Sie u.a.:

Der Schwerpunkt liegt zunächst auf den Neuregelungen und der Vergütungssystematik des KWKG 2017. Neben den festen Vergütungssätzen für Anlagen bis 1 MW wird im Detail erläutert, wie das neue Ausschreibungsverfahren für Anlagen zwischen 1 MW und 50 MW funktioniert. Dabei wird auch behandelt, wie man erfolgreich an den Ausschreibungen teilnehmen kann und welche Erlöspotentiale sich erschließen lassen. Hierzu sollen verschiedene Technologien und Standortkonzepte gegenübergestellt werden, um ein Verständnis für die Sensitivitäten zu schaffen.

Einen weiteren Schwerpunkt bilden Eigen-, Objekt- und Quartierversorgungen, KWK-Contracting, Pachtmodelle und Mieterstromkonzepte. Vor dem Hintergrund einer weitgehend auf die Netzeinspeisung ausgerichteten Fördersystematik wird anhand von Beispielsfällen aufgezeigt, in welchem Umfang eine Eigenversorgung zulässig und sinnvoll ist.

In diesem Zusammenhang wird ferner darauf eingegangen, wie sich geschlossene Verteilernetze in Netze der allgemeinen Versorgung umstellen lassen und somit eine höhere KWKG-Förderung erzielt werden kann. Für die Wirtschaftlichkeit dieser Modelle sind gerade auch die vermiedenen Netzentgelte und individuelle Netzentgelte zu berücksichtigen.

Speziell an Industrie-Standorten stellt sich zudem die Frage, wie sich die Ausschreibung von Wärme-Contracting vor dem Hintergrund der Ausschreibungen des KWKG 2017 zukünftig gestalten lässt. Ferner sind für die Beispielsfälle die neuen Regelungen zur Begrenzung der KWKG-Umlage zu beachten.

Für KWK-Anlagen, die sich aktuell in der Projektentwicklung befinden, wird abschließend auf die Übergangsbestimmungen eingegangen, nach denen die Vergütung der bisherigen Fassung des KWKG in Anspruch genommen werden kann.

Ihr Dozent

Rechtsanwalt Dr. Lukas Assmann ist Gründer der Energierechts-Kanzlei AssmannPeiffer und verfügt über langjährige Erfahrung in der Beratung von Energieunternehmen. Neben dem allgemeinen Energiewirtschaftsrecht hat Dr. Assmann einen Beratungsschwerpunkt im Energieumwelt- und Energievertragsrecht. Dr. Assmann ist Herausgeber und Autor des neuen Gesetzeskommentars des Beck-Verlags zum KWKG 2017 (erscheint im 2. Halbjahr 2017).

Detailinformationen

Zielgruppe

Das Seminar richtet sich an Führungs- und Fachkräfte aus Unternehmen der Bereiche Energiewirtschaft, Industrie, Planung, Beratung, Anlagenbau und Immobilienwirtschaft, die am aktuellen Rechtsrahmen zur Kraft-Wärme-Kopplung interessiert sind. 

Datum 10.10.2017
Ort Mainz
Seminarform 1tägig, 09:00 - 17:00 Uhr; inkl. 2 Kaffeepausen und Mittagessen
Teilnahmegebühr 690,00 € zzgl. ges. USt. (inkl. Getränke)

SEMINARINHALTE

  • Das KWKG 2017 im Überblick
  • Grundlagen der KWK-Förderung: Anlagengruppen und Vergütung
  • Förderung von KWK-Anlagen bis 1 MW
  • Ausschreibungsverfahren für KWK-Anlagen zwischen 1 und 50 MW
  • Ausschreibung und Eigenversorgung
  • Förderung für innovative KWK-Systeme
  • Einspeisemanagement und Redispatch von KWK-Anlagen
  • Neue Begrenzung der KWKG-Umlage
  • Übergangsbestimmungen für laufende Projekte
  • KWK-Contracting, Pachtmodelle und Mieterstromkonzepte
  • Zulassung durch das BAFA und Meldepflichten
  • Staatliche Förderprogramme für KWK-Anlagen
  • Förderbedingungen für Wärme-/Kältenetze und Wärme-/Kältespeicher

 

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