Grundlagen zum „Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende“

Einführung

„Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende - Roll-out intelligenter Messsysteme und moderner Messeinrichtungen - MsbG“ 

Die Energiewende bringt neue Herausforderungen für die Netze und deren informationstechnische Durchdringung mit sich. Die Zeiten der zentralen Stromversorgung ohne Informationsfluss und nur mit einseitiger Energieweiterleitung weichen einem dezentralen Versorgungssystem mit ständiger Kommunikation zwischen Erzeugern und Verbraucher.

Politisch wird dieser Umbau mit dem „Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende“ vorangetrieben. Dessen Kernstück, das neue Messstellenbetriebsgesetz, regelt dabei sowohl den Roll-Out der neuen Hardware sowie auch die Grundzüge des Messwesen und der Datenkommunikation im Energiemarkt allgemein.

In technischer Hinsicht spielt bei der Neugestaltung der Strukturen das BSI (Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik) eine zentrale Rolle. So wird z.B. der „Smart Meter Gateway Administrator“ als gänzlich neue Funktion in das Elektrizitätssystem eingeführt und es gilt neben den herkömmlichen eichrechtlichen Vorschriften zahlreiche neue technische Vorgaben zu beachten.

Das Seminar „Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende“ gibt Ihnen eine umfassende Darstellung der im Rahmen der neuen gesetzlichen Regelungen anstehenden Aufgaben, informiert Sie über Möglichkeiten der Gestaltung und absehbare Entwicklungen und gibt Ihnen damit mehr Sicherheit bei der täglichen Arbeit.

Im Rahmen des Seminars erfahren Sie u.a.:

Die Schwerpunkte liegen zunächst auf den neuen rechtlichen und auch ökonomischen Grundlagen des Systems um sich später intensiv mit den Themen der „Kooperationen, Dienstleistungen und einer möglichen Übertragung der Grundzuständigkeit“ zu beschäftigen. Abgerundet wird das Seminar mit dem Block "Betroffenheit Dritter Marktrollen und Änderungen bei Bilanzierung und Datenmanagement“. Hier werden die Folgen des neuen Gesetzes für den gesamten Markt angesprochen.

Ihre Dozenten

Dr. Oliver Franz ist Volkswirt und als Regulierungsmanager bei der innogy SE, dem Stammhaus des gesamten Downstream-Geschäfts des RWE Konzerns in Deutschland beschäftigt. Er berät die Strom- und Gasnetzbetreiber des Konzerns in regulierungsökonomischen Grundsatzfragen und gehört dem verbändeübergreifenden „Begleitgremium Benchmarking Transparenz“ an. Er nimmt Lehraufträge an der TU und FU Berlin wahr und ist Teil des Dozententeams der con|energy akademie.

Herr Josef L. Timmermans ist Volljurist und im Energiehandel der Stadtwerke Düsseldorf AG seit 2007 beschäftigt. Seit 2009 ist Herr Timmermans als Dozent bei der conenergy Akademie tätig für das Fach Energierecht & -politik im Rahmen der angebotenen Weiterbildungen und somit einen breiten Einblick in die unterschiedlichen jur. Themen. 

Detailinformationen

Zielgruppe
  • Fach- und Führungskräfte aus den Bereichen Verteilnetzbetrieb, Messwesen und Datenkommunikation

  • Praktiker, insbesondere Leiter von Prüfstellen und Zählerverantwortliche

  • Leitende Angestellte und Juristen

Datum 17.05.2017
Ort Hotel Franz
Steeler Str. 261
45138 Essen
Seminarform 1tägig, 9:00 – 17:00 inkl. Kaffeepause und Mittagessen
Teilnahmegebühr 690,00 € zzgl. ges. USt. (inkl. Getränke)

Seminarinhalte

  • Rechtsbegriffe des MsbG und weitere Liberalisierungsschritte
  • Pflichten des VNB, des grundzuständigen MSB, Pflichten 3. MSB, Pflichten Smart Meter Gateway-Administrator
  • Gesetzliche Fristen und Roll-out-Ziele
  • Mindest-Quoten
  • Preisobergrenzen und Kostenschätzungen
  • Auskömmlichkeit der POG
  • Umgang mit dem Altvermögen
  • Abschreibungsdauern
  • Minimalanforderungen an das Smart Meter Gateway
  • Zertifizierung des Smart Meter Gateways und des Smart Meter Gateway Administrators
  • Standard- und Zusatzleistungen nach MsbG
  • Zukunft Wärmestrom und Umsetzung § 14a EnWG
  • Möglichkeiten der Kooperation im Messstellenbetrieb und bei Datenmanagement
  • Grenzen und Möglichkeiten von Dienstleistungen
  • Übertragung der Grundzuständigkeit (Fristen, Rechtsfolgen, weitere Konsequenzen)
  • Zählerstandsgangmessung und Zukunft der Standardlastprofile
  • Sternversand der Daten und Bilanzierung bei den ÜNB
  • PKI-Pflicht auch für Lieferanten
  • Ausblick künftige "Produkte"

 

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Ihr Ansprechpartner

Cynthia Schmidt

Projektleiterin

Tel. +49 201 1022 262

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